Mantrailing anfangen – auch ohne Trainingsgruppe

Mantrailing anfangen – auch ohne Hundeschule oder Trainingsgruppe? So geht's!

Du würdest gerne mit Deinem Hund Mantrailing machen, weißt aber nicht, wo Du anfangen sollst?

Vielleicht hast Du schon danach gesucht. Die nächste Mantrailing-Gruppe ist 40 Kilometer entfernt. Die Hundeschule bietet keine Kurse an. Oder Du hast schlicht keine Lust, jeden Samstag zwei Stunden auf einem Parkplatz zu stehen und darauf zu warten, dass Dein Hund endlich suchen darf.

Dann habe ich eine gute Nachricht für Dich:

Du musst nicht erst eine passende Mantrailing-Gruppe finden, um mit Deinem Hund sinnvolle Sucharbeit zu beginnen.

Und kompliziert ist das Ganze auch nicht. Jedenfalls nicht so kompliziert, wie es manchmal gemacht wird.

Was ist Mantrailing überhaupt?

Beim Mantrailing lernt Dein Hund, der individuellen Geruchsspur eines bestimmten Menschen zu folgen.

Dafür bekommt er am Start einen Gegenstand, der nach dieser Person riecht. Anschließend soll er deren Spur verfolgen und den Menschen finden.

Mehr steckt hinter der Grundidee erst einmal nicht.

Natürlich gibt es später schwierigere Aufgaben, unterschiedliche Untergründe, Ablenkungen und vieles mehr.

Aber ganz ehrlich: Wer gerade anfangen möchte, muss sich noch keine Gedanken über Geruchspools, Thermik oder irgendwelche Luftverwirbelungen machen.

Dein Hund soll zunächst eine einfache Sache verstehen:

Ich bekomme einen Geruch, folge der Spur und finde den dazugehörigen Menschen.

Das ist unser Anfang. Nicht mehr und nicht weniger.

Kann jeder Hund Mantrailing lernen?

Grundsätzlich können Hunde ganz unterschiedlicher Rassen, Größen und Altersgruppen mit einfacher Sucharbeit beginnen, sofern sie körperlich dazu in der Lage sind.

Du brauchst keinen Schäferhund, keinen Malinois und auch keinen Hund mit irgendwelchen Prüfungen.

Ob Dackel, Labrador, Mischling oder Berner Sennenhund: Hunde besitzen eine hervorragende Nase und können lernen, sie gezielt für eine Aufgabe einzusetzen.

Entscheidend ist nicht, ob Dein Hund schon irgendetwas kann.

Entscheidend ist, wie Du ihm die Aufgabe erklärst.

Und genau da fängt vernünftiges Training an.

Wie sieht das erste Mantrailing-Training aus?

Für den klassischen Einstieg brauchst Du zunächst eine zweite Person, die sich von Deinem Hund suchen lässt. Im Mantrailing nennen wir sie Versteckperson, kurz VP.

Die ersten Übungen sind bewusst einfach.

  1. Die Versteckperson hat eine tolle Belohnung dabei, beispielsweise besonders gutes Futter oder ein Lieblingsspielzeug.
  2. Dein Hund sieht, wie die Person ein kurzes Stück weggeht und hinter einer Ecke, einem Busch oder einer Hausecke verschwindet.
  3. Am Start bekommt Dein Hund einen persönlichen Geruchsgegenstand dieser Person angeboten.
  4. Dann darf er die kurze, frische Spur verfolgen.
  5. Bei der Versteckperson gibt es sofort die Belohnung.

Fertig!

Keine kilometerlange Strecke. Keine komplizierten Kreuzungen. Keine halbe Stunde Warten.

Ein kurzer Trail, eine verständliche Aufgabe und ein Erfolgserlebnis.

Und dann wiederholen wir das Ganze.

Denn Dein Hund muss am Anfang nicht zeigen, wie viel er schon kann. Er soll erst einmal verstehen, was er überhaupt machen soll.

Das eigentliche Problem: Wo finde ich jemanden zum Mantrailing?

Jetzt kommen wir zu dem Punkt, an dem viele Hundehalter hängen bleiben.

Für klassisches Mantrailing brauchst Du eine Versteckperson.

Und wenn Du keine Trainingsgruppe in Deiner Nähe hast, wird genau das schnell zum Problem.

Vielleicht hast Du einen Partner, einen Freund oder jemanden aus der Familie, der gelegentlich mitmacht. Prima! Damit kannst Du bereits einfache Übungen aufbauen.

Aber was, wenn niemand Zeit hat?

Was, wenn Du nach Feierabend trainieren möchtest?

Oder wenn Du einfach unabhängig von festen Kurszeiten sein willst?

Dann musst Du nicht auf Nasenarbeit verzichten.

Du musst nur wissen, welche Übungen Du auch allein machen kannst.

Mantrailing ohne Versteckperson – geht das überhaupt?

Hier müssen wir zwei Dinge unterscheiden.

Beim klassischen Mantrailing folgt Dein Hund der Spur eines anderen Menschen. Dafür brauchst Du normalerweise auch jemanden, der diese Spur legt.

Aber es gibt eine verwandte Trainingsform, bei der Du selbst die Spur legst.

Ich nenne sie Object Trailing.

Dabei folgt Dein Hund Deiner individuellen Spur bis zu einem Gegenstand, an dem seine Belohnung wartet.

Der große Vorteil?

Du kannst die Spur selbst legen. Ganz allein. Wann und wo Du möchtest.

Du brauchst keine Versteckperson, keine Trainingsgruppe und keinen festen Termin.

Das ist kein klassisches Mantrailing mit einer versteckten Person. Aber es ist eine hervorragende Möglichkeit, Deinem Hund die Arbeit mit einer menschlichen Individualspur beizubringen und ihn sinnvoll mit seiner Nase zu beschäftigen.

Und für Hundehalter, die später auch Mantrailing machen möchten, kann das eine tolle Ergänzung sein.

So kannst Du ganz allein mit Nasenarbeit beginnen

Für einen einfachen Einstieg ins Object Trailing brauchst Du nicht viel:

  • ein gut sitzendes Geschirr und eine geeignete Leine
  • einen persönlichen Geruchsgegenstand von Dir, beispielsweise einen getragenen Handschuh
  • eine besonders gute Belohnung in einer Futterbox oder ein Lieblingsspielzeug
  • eine ruhige Wiese oder einen übersichtlichen Weg

Du lässt Deinen Hund zunächst von einer zweiten Person kurz halten oder sicher warten, sodass er beobachten kann, wie Du eine sehr kurze Spur legst und die Belohnung am Ende abstellst.

Anschließend kehrst Du zurück, bietest ihm Deinen Geruchsgegenstand an und lässt ihn die kurze Spur ausarbeiten.

Am Ende darf er seine Belohnung bekommen.

Das ist nur ein vereinfachtes Beispiel für den Einstieg. Im weiteren Training bauen wir die Übungen Schritt für Schritt auf, bis Dein Hund auch Spuren ausarbeiten kann, deren Verlauf er vorher nicht gesehen hat.

Und genau dafür ist ein vernünftiger Trainingsplan wichtig.

Muss ich dafür jede Menge Geruchstheorie lernen?

Nein.

Natürlich beeinflussen Wind, Wetter und Umgebung die Geruchsausbreitung.

Aber Du musst nicht erst ein halbes Studium absolvieren, bevor Dein Hund seine erste Spur verfolgen darf.

Ich erlebe seit vielen Jahren, dass beim Mantrailing unglaublich viel erklärt und interpretiert wird.

Manchmal so viel, dass Anfänger überhaupt nicht mehr wissen, was sie eigentlich tun sollen.

Dabei brauchen wir am Anfang vor allem drei Dinge:

Eine klare Aufgabe. Einen verständlichen Trainingsaufbau. Und viele kleine Erfolgserlebnisse.

Der Rest kommt später.

Ich beschäftige mich seit über 40 Jahren mit Suchhundearbeit – im Sport, im Diensthundebereich, bei Rettungshunden und in der praktischen Suche.

Und ich kann Dir sagen: Die Hunde brauchen meistens weniger Erklärungen als ihre Menschen. 😉

Was ist besser: Mantrailing-Gruppe oder allein trainieren?

Eine gute Mantrailing-Gruppe mit einem erfahrenen Trainer kann sehr wertvoll sein.

Du hast Versteckpersonen, unterschiedliche Trainingsorte und jemanden, der Deinen Trainingsaufbau begleitet.

Aber eine Gruppe ist nicht automatisch gut, nur weil Mantrailing auf dem Programm steht.

Und sie ist auch nicht für jeden Hundehalter erreichbar.

Deshalb finde ich es viel wichtiger, dass Du regelmäßig und mit einem vernünftigen System trainierst, statt nur darauf zu warten, dass irgendwann ein Kursplatz frei wird.

Mit klassischem Mantrailing, wenn Du eine Versteckperson hast.

Mit Object Trailing, wenn Du allein trainieren möchtest.

Oder mit beidem.

Du musst Dich nicht für immer auf eine einzige Suchform festlegen.

Du möchtest anfangen? Dann komm in den SPURWERK-Club!

Genau für Hundehalter wie Dich habe ich den SPURWERK-Club aufgebaut.

Für Menschen, die ihrem Hund sinnvolle Nasenarbeit bieten möchten, Mantrailing lernen wollen oder bereits trailen und endlich unabhängig von ihrer Trainingsgruppe weiterüben möchten.

Im Club bekommst Du unter anderem:

  • Die Mantrailing-Academy: Schritt für Schritt vom Anfänger zu anspruchsvolleren Suchaufgaben.
  • Die Object Trailing Academy: Damit Du auch ohne Versteckperson und Trainingsgruppe regelmäßig mit Deinem Hund suchen kannst.
  • Konkrete Trainingsaufgaben und Videos: Damit Du nicht jedes Mal rätseln musst, was Du heute üben sollst.
  • Einen systematischen Aufbau: Keine wilden Übungen nach Lust und Laune, sondern Training mit einem Ziel.
  • Mein Fachbuch „Mantrailing neu gedacht“: Als Clubmitglied inklusive.

Dazu kommen weitere Trainingsinhalte und neue Kurse.

Und das alles auf der Grundlage von über 40 Jahren praktischer Suchhundearbeit.

Du brauchst also keine Mantrailing-Gruppe vor Deiner Haustür, um endlich loszulegen.

Du brauchst Deinen Hund, ein bisschen Zeit und einen Plan, der funktioniert.

Mein Vorschlag: Probier es einfach aus!

Du kannst den SPURWERK-Club zunächst für 9,90 € im ersten Monat testen.

Danach kostet die Mitgliedschaft regulär 29,90 € monatlich.

Schau Dir die ersten Trainingsschritte an, geh mit Deinem Hund raus und probiere es aus.

Wenn es Dir gefällt, machst Du weiter. Wenn nicht, kündigst Du wieder.

Aber hör auf, darauf zu warten, dass irgendwann die perfekte Mantrailing-Gruppe in Deiner Nähe auftaucht. Dein Hund hat seine Nase längst dabei. 😂

Jetzt den SPURWERK-Club entdecken

Wolle Maschewski – SPURWERK

Über 40 Jahre Suchhundearbeit. Ausbildung statt Interpretation.

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